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Löwenherz Teil IIIrgendwann bekam ich einen Anruf.Es war ein Unbekannter.Jemand hatte ihm wohl gesteckt, was vorgefallen war.Im letzten Jahr der Oberstufe prügelte ich mich mit seinem Cousin. Kurz darauf kam dieser Anruf. Ich hörte mir an, was er zu sagen hatte. Neben ein paar Beleidigungen stammelte er, dass er es auf mich abgesehen habe Bis heute habe ich Nichts mehr von ihm gehört.Vielleicht ist ihm nach einer Weile die Lust daran vergangen mich aufzumischen.Vielleicht hat er Jemand Anderen gefunden, dem er nachjagen kann.Vielleicht ist er aber auch schon längst abgeschoben worden wie seine Kameraden.Sicher ist jedoch, dass er von meinem Bruder gehört hat...In einer Stadt mit 90.000 Einwohnern hatten Christopher und ich oft das Privileg auf bestimme Leute zu treffen, deren Zeitvertreib es war, rumzulungern und sich zu prügeln.Auch, wenn wir nie einen Kampf angefangen hatten, so waren wir doch ziemlich oft darin verwickelt. Ob es unsere Art war zu reden, zu gucken oder sich zu bewegen,wir werden wohl nie dahinterkommen.Fakt ist, dass wir wie hart es auch wurde, immer zusammengehalten haben und nie schlechter aussahen als unsere Gegner.Christopher musste sich oft beweisen.So waren es oft Showkämpfe um sich in einer neuen Klasse zu behaupten. Auf diese Weise verdiente er sich Respekt. In einer Welt, in der Respekt Alles war, war dies eine Menge wert. Irgendwann sprach die Lehrerin mit ihm. Nicht etwa um ihn zurechtzuweisen, sondern um ihn darum zu beten, die Anderen der Gang etwas stillzuhalten. Sie erkannte in ihm den Anführer, der er wirklich war.Ich erinnere mich noch wie wir mit einem Tross von ungefähr 60 Mann die Stadt hinuntergingen, an dessen Ende eine Schlägerei auf uns wartete. Zuvor machten wir uns noch Sorgen, dass wir in Unterzahl dastehen würden, doch sie kreuzten einfach unseren Weg und schlossen sich uns an. Oder wie wir uns auf einer Party gegen eine Überzahl von 10 wehrten und mit Nichts als ein paar Schmerzen im Handgelenk da rausgingen.Ins Freibad zu gehen war für uns grauenvoll. Und trotzdem gingen wir hin.Es gab einfach keinen Tag, an dem die Schwierigkeiten ausblieben. Irgendwelche Jungs gab es immer, die auf Ärger aus waren.Genau wie in jenem letzten Jahr der Oberstufe, das mich fast mein Abitur kostete.Ich habe mich gerade erst mit einer Lehrerin über die ungerechten Noten gestritten als ich in der Mensa angerempelt wurde. Der Typ behauptete ich hätte ihn weggedrückt, was mir herzlich egal war. Das sagte ich ihm auch und ging weiter.Er machte keine großen Anstalten und ging sofort auf mich los.Es war zu einfach. Ehe er zum Schlag ausholte, hatte ich ihn längst zu Boden gebracht.Sowohl seine als auch meine Freunde waren sofort da.Ein kleiner schwerfälliger Libanese war es dann, der mir gegenüber eine Morddrohung aussprach, was schließlich dazu führte, dass ich meinen Bruder anrief und ihn bat sofort zu kommen. Christopher ging auf die Berufsschule in Düsseldorf. Er stand auf, sagte dem Lehrer er habe eine Familienangelenheit zu klären, holte mit der gleichen Begründung noch seinen besten Kumpel aus der Parallelklasse und fuhr mit Tempo 200 auf der Autobahn geradewegs zu meiner Schule. Als er ankam, war Keiner mehr von den Anderen herausgekommen- nur ein alter Lehrer, der sich ohnehin immer für die Minderheiten der Schule eingesetzt hatte und mit dem Chris eh noch eine Rechnung offenhatte.Der Lehrer bekam vor allen Anwesenden, darunter auch viele seiner Schüler, die verbale Abrechnung, die ihm zustand. Nie mehr würde er sich gegen uns stellen.Und doch wurde mein Bruder des Grundstückes verwiesen. Aber er rettete mir damit wohl meine Haut.Als die Schulleitung mich anschließend fragte, wer meinen Bruder anrief, erlebte ich was wahre Freundschaft bedeutet. Henrik Mischo, der zu meinem treuesten Freunden zählte, hob die Hand und log für mich. Er log, obwohl sein Vater Lehrer an genau derselben Schule war. Damit hat er verhindert, dass ich von der Schule flog wie ich später erfuhr.Natürlich war ich es auch, der von der Schulleitung für die Schlägerei verantwortlich gemacht wurde. Meine Erfahrungen lehrten mich, dass immer "wir" die Schuldigen seien. Natürlich waren wir das. Genauso wie immer.Bruderliebe ist nun mal Bruderliebe.Peace,Norman Mewes

Blog Serie

Blog Archiv________________________Neu 15.07.2011________________________Die Geschichte von "Vierzehn" 17.07.2011________________________Die Vergessenen 20.07.2011________________________Löwenherz Teil I 23.07.2011________________________Löwenherz Teil II 27.07.2011________________________Don´t stop the Music 02.08.2011________________________Liebeslieder 06.08.2011 ________________________Straßenpropheten 10.08.2011 ________________________Menschenfreund 15.08.2011 ________________________Schmuggel 21.08.2011 ________________________Doppelleben 24.08.2011________________________Freiheit 29.08.2011 ________________________Oben (Des Norden Zauber) 19.09.2011 ________________________Ikarus Effekt 06.10.2011 ________________________Bühnenspiel 22.10.2011 ________________________Opium 15.11.2011 ________________________Wir Krisenkinder 11.12.2011 ________________________Die Engelmeyer Geschichte 27.04.2012 ________________________Die Geister vom Pollen 06.07.2012 ________________________Die Beinah-Entführung 03.10.2012 ________________________Die Firma 27.10.2012 ________________________Monokult 10.12.2012 ________________________Das Haus am Stadtrand 23.12.2012________________________MCC 08.01.2013 ________________________Leben 2.0 31.10.2013 ________________________Eine Frage der Loyalität 15.11.2013________________________Wahre Freunde 11.02.2014 ________________________Heart-Code 26.02.2014________________________Harte Hunde 10.03.2014________________________Privat 02.04.2014



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