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MCCWillkommen im Reich der Science Fiction.Es mag euch vielleicht nicht interessieren, aber das Folgende hat sich wirklich zugetragen.Ich saß wie so oft nachts vor dem Fernseher und sah mir die ewig gleichen Soap Operas an. Billy schuldete Liza noch irgendwas, Ken betrügt seine Frau mit einem Sommerflirt oder der raffgierige Millionär spielt sein korruptes Spiel mit den Armen... es ist doch immer das Gleiche. Ich litt unter Schlafproblemen und fand diese Methode grandios um müde zu werden. Als ich fast eingeschlafen war, klopfte Jemand an meine Wohnungstür. Ich öffnete nicht gleich, weil ich mich noch sortieren musste, doch als ich es dann tat, war Niemand da. Nachdem ich die Tür hinter mir wieder zumachte und mich aufs Sofa setzte, überkam mich das Gefühl, nicht alleine in meiner Wohnung zu sein. Ich machte einen kleinen Rundgang mit der Erkenntnis, dass Niemand außer mir sonst anwesend war. Das einzige Licht, das den Raum nun erhellte, war das meines Laptops. Ich hatte wohl vergessen ihn auszuschalten, geschweige denn ihn zuzuklappen. Anschließend chattete ich mit anderen Nachteulen. Ein alter Bekannter, Justus, kontaktierte mich, weil er sah, dass ich online war. Er fragte mich, warum ich soeben aufgestanden sei. "Wieso? Woher weißt Du..." faselte ich. "Du hast zur Tür geschaut, stimmt's?" fragte Justus als nächstes. Ich antwortete nicht. Dann schrieb er nur noch eine Nachricht: "Morgen, 13 Uhr. Kennedyplatz." und war offline.Ich gestaltete den folgenden Arbeitstag so, dass ich bequem um die vereinbarte Uhrzeit am Treffpunkt war. Ich erkannte Justus sofort, obwohl er sich seit der Schulzeit stark verändert hatte. Er trug nun einen langen blonden Zopf, der allerdings sehr gepflegt war, und offensichtlich trainierte er im Fitnessstudio. "Wie geht es Dir?" wollte er wissen. "Ich hab' nur wenig Zeit." sagte ich. Wir gingen in ein Café. "Das ist schlecht. Denn ich werde Dir heute die Chance deines Lebens anbieten." sagte er leise und nahm Platz. Ich beharrte darauf, sofort zu wissen, was das hier sollte und warum er gestern offensichtlich wusste, was ich tat. Plötzlich änderte er seine Sitzposition und kam näher heran: "Weißt Du wie viel Geld mit Wirtschaftsspionage tagtäglich umgesetzt wird?" Natürlich ging es ihm ums Geld. Ich hätte es wissen müssen. Die darauffolgenden Minuten werde ich nie vergessen. Justus zeigte mir all die Tricks wie Cyberkriminelle heute vorgehen. Dabei deutete er mit seinen Fingern auf die anderen Gäste um uns herum:"Siehst Du die Laptops? Die meisten werden heute mit Kameras direkt am Bildschirm verkauft. DIREKT!" Dann erklärte er mir ausführlich wie er und seine Crew "MCC", der „Monkeys Computer Club“, anhand einfältiger Software durch eben genau diese Kamera beobachten. Mal gelangten die „Monkeys“ an Informationen, die Millionendeals vorhersagen, mal an welche, die einen Fremdgänger in einem der einflussreichsten Energiekonzerne, entlarven. So hätten er und seine Leute auch schon Erpressungen erwirkt oder Aktienkurse vorhergesehen. Meine Wenigkeit aus der Medienbranche sollte den „Monkeys“ jetzt in eine der Laptop-Bewegungen überhaupt einschleusen. Dazu müsste ich lediglich eine Internetseite auf entscheidenden Computern öffnen um ihn zu infizieren. Ich hätte Zugriff auf die Büroräume. Justus und seine Hintermänner wollten mich rekrutieren. Verständnislos schüttelte ich den Kopf:"Justus, ich stehe auf der anderen Seite. Bei mir ist kein Platz für...illegale Aktivitäten." Mein alter Schulfreund dazu:"Nein, nein, nein, Norman! Hör‘ zu: Ich kenne deine finanzielle Situation. Mann, ich kann es Dir nicht einmal übelnehmen. Du könntest reich werden. Du bist halt deine momentane schwache finanzielle Lage gewohnt.“ Dann legte ich 2 Euro für das Wasser auf den Tisch und verließ das Café mit den Worten:"Man gewöhnt sich nicht daran. Man lernt nur damit umzugehen."Für viele mag dies der Stoff sein, aus dem Träume sind, doch für mich als Familienangehöriger von Industriemagnaten kam Wirtschaftskriminalität nicht in Frage. Wir haben nur ein Leben. Was bedeutet es für einen Schummler zu gewinnen? Dieses Spiel des Lebens... Wer kann da schon stolz auf seine Leistung sein? Mir war klar, dass meine Privatsphäre durch die Kamera an meinem Laptop bedroht war und so beschloss ich einen Aufkleber auf die Linse zu kleben - mit dem Comicbild eines Affen.Es war Herbst geworden und die Blätter fielen wie die Kurse an der Börse. In den Sozialen Netzwerken tat sich so einiges und auch an mir ging nicht vorüber, dass sich mein digitaler Freundeskreis stark vergrößert hatte. Ich beobachtete einen Arbeitskollegen, der besonders aktiv war, vor allem mit einem gewissen Justus. Niko war ein korrekter Typ. Aber die Menschen sind so leicht manipulierbar. Mein Arbeitskollege war ein Mitläufer und wurde vom MCC genau so manipuliert wie die Reisenden im Lichttunnel im Untergrund des Essener Hauptbahnhofs. Das dortige animierte Farbenspiel dient psychologisch dazu, dass die Menschen in Bewegung bleiben und nicht den Tunnel verstopfen. Beides hatte funktioniert.Später machte ich ein paar Überstunden und wunderte mich, was Niko noch so spät in seinem Büro machte. Als ich einen Blick hineinwagte, fand ich keine Menschenseele vor. Im nächsten Augenblick kam Niko herein und war sichtlich nervös. Er stotterte: "Ich…ich war nur oben bei der Geschäftsführung." Doch ich wusste, dass dort oben schon längst die Lichter aus waren. Eine halbe Stunde später stand die Polizei in unseren Büroräumen und führte diese arme Seele ab. Wohlmöglich war er mit seinen Schergen aufgeflogen. Der Sonderkommissar erklärte mir, dass die Gruppe auffällig geworden war als sie versucht hatte bei einem in Konkurs befindlichen Medienunternehmen, Geld auszuschöpfen. Wie das nun mal so ist: Ist der Goldrausch da, ist das Gold längst weg.Laut BKA nimmt die Bedrohung durch Cyberkriminalität stetig zu. Kein Wunder, denn Technologien beherrschen den Alltag. In Deutschland entsteht demzufolge ein geschätzter jährlicher Schaden von 71,2 Millionen Euro. Die technischen Errungenschaften sind sowohl Segen als auch Fluch. Diese digitale Welt lädt gerade dazu ein es zu weit zu treiben. Ich kenne zwei Menschen, auf die das zutrifft:Justus und Niko.Peace,Norman Mewes

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