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DoppellebenEin Virus breitet sich ungehindert aus.Alexander Büffer benutzt die Kreativität, das Geld und die Energie Anderer um sich selbst zu bereichern.Seinen wahren Namen kennen die, die mit ihm zusammenarbeiteten. Ich kenne ihn.In meinem 2. Lehrjahr habe ich für ihn Präsentationen entwickelt und verarbeitet, doch schnell merkte ich, dass sich hinter seinem gewinnbringenden Zahnpastalächeln eine Raffgier verbirgt, die genährt werden sollte.Seine Opfer sind gutaussehende und zugleich alleinstehende Frauen mittleren Alters sowie junge unerfahrene Geschäftsleute – wie ich Einer war.Er wollte Marketingkonzepte entwickeln und diese mit hoher Gewinnspanne an Großunternehmen verkaufen. Dazu brauchte er Einen, der nichts ausplaudert und Mediaerfahrung besitzt. Ich sollte mit gleichem Anteil am Gewinn beteiligt sein- der feuchter Traum eines jeden Azubis mit geringem Gehalt.Später sollte dies eine Zusammenarbeit werden, die ich heute nur noch als „Farce“ bezeichne.Außerdem war ich zu dieser Zeit knapp bei Kasse und hätte das Geld dringend gebraucht.Während ich aus mir gegebenen Vorgaben Präsentationen bastelte, sorgte er für Kontakte mit der Führungsetage etablierter Unternehmen. Wir trafen uns meistens nachts, da die Arbeit sonst kaum anders zu bewältigen war. Meine Ausbildung als Medienkaufmann bei den „Informern“ war ein Fulltime-Job, bei dem ein hohes Engagement erwartet wurde. Meine Entscheidung beide Arbeiten durchzuführen brachte mich kurz vor Heiligabend dann in tiefste Erschöpfung.Am Anfang habe ich für den Arbeitgeber Nr.2 lediglich im Design gearbeitet.Die Ergebnisse der Zusammenarbeit waren schlichtweg brillant und haben mich überzeugt.Ich war so überzeugt davon, dass ich es später sogar in Erwägung zog nun meine gelernten Kenntnisse meines Tagesjobs einzubringen. Also hatten wir einen ersten gemeinsamen Termin, bei dem es um „Alles oder Nichts“ ging.Die nächtelange Arbeit an unserem Projekt sollte jetzt endlich Früchte tragen.Wir fuhren gemeinsam hin und besprachen die Details. Als wir ankamen ging es gleich los. Mein Partner zeigte erste Schwächen und sein Charisma allein reichte nicht aus um die Fragen unseres Gegenübers zu stillen.Wissen ist Macht und mit dem Wissen, dass der Mann vor uns ein Zahlenmensch war, hatte ich den Deal sicher nach Hause gebracht. Dafür zeigte ich Alles, was ich bisher bei meinem eigentlichen Job als Medienkaufmann gelernt hatte.Auf dem Heimweg kamen mir erste Zweifel auf über den Mann, der sich bei mir sicher verkaufen konnte, wohl aber ohne die Hilfe seines Gestalters ziemlich alt ausgesehen hätte.Für ihn ging ich ein Risiko ein, das mich ohne Zweifel die Ausbildung gekostet hätte.Nach monatelangen Aufforderungen mich zu entlohnen, folgten Vertröstungen und schließlich Funkstille. Um die Weihnachtsfeiertage herum, teilte der mysteriöse Herr mit, ich solle anscheinend nicht in gleicher Höhe ausbezahlt werden, sondern müsse ihm eine Rechnung schreiben, in der ich meinen gerechten Lohn einfordere. Im Nachhinein sei man immer schlauer, heißt es, aber ich wollte nicht darauf hören. Ich schrieb eine Rechnung, die nie beglichen wurde.Ich arbeitete doppelt hart, was nie richtig vergolten wurde.Ich riskierte meine Stelle, die ich zum Glück nicht verlor.Letztlich bin ich an Erfahrung reicher geworden, ohne Verträge keine Auftragsarbeiten mehr durchzuführen.Ein halbes Jahr später konnte ich mich schließlich selbst davon überzeugen, welche kriminelle Energie in diesem Kerl steckt, dem ich vertraute.Er brach bei seiner Lebenspartnerin ein, die gleichzeitig eine gute Freundin von mir war, nur um weiterhin ihre Wohnung als Unterkunft zu beziehen samt Bett zum Schlafen und einem Kühlschrank, der zwar nicht seine Gier nach Anerkennung stillte, aber nach Nahrung.Das letzte Zeichen, bevor er seine Spuren verwischte, war, dass er nun die Universität besuchen wollte um seinen Doktor zumachen. Für einen Hochstapler macht sich ein Doktortitel nämlich ganz gut.Ich war zu blind um mich zu fragen, warum ein Mann mittleren Alters all sein Hab und Gut plus Kind in einer norddeutschen Stadt aufgab um sich in Essen niederzulassen.Damals konnte ich falsches Spiel nicht erkennen.Aber ich habe das Gefühl, das könnte morgen schon anders sein.Peace,Norman Mewes

Blog Serie

Blog Archiv________________________Neu 15.07.2011________________________Die Geschichte von "Vierzehn" 17.07.2011________________________Die Vergessenen 20.07.2011________________________Löwenherz Teil I 23.07.2011________________________Löwenherz Teil II 27.07.2011________________________Don´t stop the Music 02.08.2011________________________Liebeslieder 06.08.2011 ________________________Straßenpropheten 10.08.2011 ________________________Menschenfreund 15.08.2011 ________________________Schmuggel 21.08.2011 ________________________Doppelleben 24.08.2011________________________Freiheit 29.08.2011 ________________________Oben (Des Norden Zauber) 19.09.2011 ________________________Ikarus Effekt 06.10.2011 ________________________Bühnenspiel 22.10.2011 ________________________Opium 15.11.2011 ________________________Wir Krisenkinder 11.12.2011 ________________________Die Engelmeyer Geschichte 27.04.2012 ________________________Die Geister vom Pollen 06.07.2012 ________________________Die Beinah-Entführung 03.10.2012 ________________________Die Firma 27.10.2012 ________________________Monokult 10.12.2012 ________________________Das Haus am Stadtrand 23.12.2012________________________MCC 08.01.2013 ________________________Leben 2.0 31.10.2013 ________________________Eine Frage der Loyalität 15.11.2013________________________Wahre Freunde 11.02.2014 ________________________Heart-Code 26.02.2014________________________Harte Hunde 10.03.2014________________________Privat 02.04.2014



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